Aktuelles

Das Handbuch zu Normal ist die Vielfalt jetzt als Download!

Während dem Projekt sind viele Ideen und Konzepte entstanden. Unserer Erfahrungen, Ideen und Konzepte haben wir in einem kleinen Handbuch zusammen gefasst.Dieses Handbuch ermöglicht Einblicke in unsere Erfahrungen und soll vor allem denjenigen dienen, die selbst aktiv werden wollen. Es bietet einen Überblick über die Veranstaltungen im Projekt sowie die Inhalte der Qualifizierungsangebote für Lernbegleitende und Lehrkräfte mit wertvollen Hinweisen für die eigene Durchführung. Dadurch erhoffen wir uns, noch viel mehr Menschen zu erreichen und im Sinne der Nachhaltigkeit dabei zu unterstützen, nicht bei Null anfangen zu müssen.

Viel Spaß beim lesen!

Hier gibt’s den Reader zum Download

Abschlussveranstaltung von Normal ist die Vielfalt

Lernbegleriterin Wiebke Weissenbach mit einem ihrer Schüler
Lernbegleriterin Wiebke Weissenbach mit einem ihrer Schüler

Am 14. Dezember fand der Abschluss des erfolgreichen Projektes mit einem Festakt, der Ehrung der ehrenamtlichen Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter sowie, passend zur Jahreszeit, mit einem interkulturellen Adventsbastel-Workshop statt. Die Lernmodule für Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter sowie Lehrkräfte und Möglichkeiten ihrer Weiterverwendung wurden vorgestellt. Die geflüchteten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der beruflichen Schulen, Projektpartner wie das Hamburger Institut für berufliche Bildung sowie weitere Netzwerkpartner und Interessierte waren herzlich eingeladen, dieses Fest gemeinsam zu gestalten und am Austausch teilzunehmen.

Interkultureller Bastelworkshop
Interkultureller Bastelworkshop

In kurzen Ansprachen wurde das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Hartmut Sturm, Leiter des Geschäftsbereichs Übergang Schule‒Beruf des HIBB, sagte: „Wir haben die Schulen zu Ihrem Projekt befragt und haben sehr positive Rückmeldungen erhalten. Und wir hoffen mit Ihnen weiterhin zusammen zu arbeiten“. Olaf Willuhn, Leiter für Programminnovation Strategische Kooperationen bei AFS, bedankte sich im Namen von AFS bei den Lernbegleitenden für ihr Engagement. Shorab, ein Schüler aus Syrien, fasste seine Erfahrung mit dem Projekt folgendermaßen zusammen: „Es ist schön, dass wir miteinander Zeit verbringen, Spaß haben und dass jemand zuhört“.

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Shorab berichtet von seinen Erfahrungen mit Normal ist die Vielfalt

Auszeichnung für Normal ist die Vielfalt als bestes AFS Bildungsprojekt in 2016

preisverleihung3Normal ist die Vielfalt wurde beim AFS Weltkongress in Brasilien, dem jährlichen Treffen der Geschäftsführenden und Vorstandsvorsitzenden aller AFS Organisationen weltweit, zum besten Bildungsprojekt im Jahr 2016 gekürt! 40 verschiedene Projekte standen dabei zur Auswahl. Diese Auszeichnung ist für uns somit eine besondere Ehre.

In der Jury waren vertreten: Matthew Hodes (UNAOC), Eric Falt (UNESCO), Philipp Wagner (EFIL), Chernor Bah (Global Education First Initiative), Nagesh Rao (MICA Institute), Rosario Gutierrez (AFS Intercultural Programs Colombia) und Melissa Liles (AFS Intercultural Programs USA).

Unser besonderer Dank gilt dabei den Lernbegleitenden von Normal ist die Vielfalt – ihr habt das Projekt zu dem gemacht, was es ist! Dies ist somit euer Preis!

Ein ebenfalls großes Dankeschön geht an unsere Kooperationspartner InterCultur gGmbH und das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) sowie an die Bundeszentrale für politische Bildung, die dieses Projekt dank ihrer Förderung möglich machen.

Übergabe des Preises
Preis

Workshop zur Alltagskultur in Syrien

Im Rahmen des fünften Reflexionstreffens der Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter im Projekt Normal ist die Vielfalt waren Anas Alkarri und Ali Alkatranji zu Gast, die von der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar zu Trainern ausgebildet wurden und an diesem Abend einen Workshop zum Thema Alltagskultur in Syrien durchgeführt haben.

Zu Beginn des Workshops gab es eine Vorstellungsrunde, bei der die Teilnehmenden die Bedeutung ihres Namens erläutern sollten, sofern sie diese wussten. Anas betonte, dass die Bedeutung von Namen in Syrien sehr wichtig sei. Anschließend erfolgte ein kleines Warm-up-Spiel: Obstsalat auf Arabisch.

Nach dem Icebreaker stiegen Anas und Ali mit typischen Begrüßungsformen in Deutschland und in Syrien ein.

Begrüßung in Syrien zwischen Männern
Begrüßung in Syrien zwischen Männern

Die Teilnehmenden sollten jeweils eine Begrüßung zwischen zwei Männern, zwei Frauen sowie Mann und Frau darstellen und Anas und Ali zeigten dann die jeweiligen Begrüßungsformen in Syrien. Besonders die unterschiedliche Begrüßung zwischen Frauen und Männern fiel den Teilnehmenden auf: während sich Frauen und Männer in Deutschland bereits nach kurzem Kontakt zur Begrüßung und zum Abschied umarmten, ist eine derartige Berührung in Syrien unüblich. Ali und Anas berichteten, dass dies seit ihrer Ankunft in Deutschland schon ein paar Mal zu Missverständnissen geführt hatte.

Anschließend erzählten Anas und Ali ihre sehr unterschiedlichen Geschichten ihrer Fluchtwege von Syrien nach Deutschland.

Kaffeepause mit frischem syrischen Kaffee
Kaffeepause mit frischem syrischen Kaffee

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der syrischer Kaffee mit typischen syrischen Süßigkeiten zum Probieren serviert wurden, diskutierten die Teilnehmenden anhand von Bildern über verschiedene Themen, die mit der Alltagskultur in Syrien zu tun hatten. Dabei sollten die Teilnehmenden zu jedem Thema eine Einschätzung abgeben, ob es sich eher um einen kulturellen oder

Diskussionsrunde zur Alltagskultur in Syrien
Diskussionsrunde zur Alltagskultur in Syrien

religiösen Hintergrund handelte bzw. seinen Ursprung hat. Angesprochene Themen waren unter anderem Religion, Traditionen, Familie, Kinder, Hochzeit etc. Anas und Ali bereicherten die Diskussionen durch ihre persönlichen Erzählungen und Erfahrungen.

 

Alles in allem ein sehr gelungener Abend mit vielen interessanten Informationen, regem Austausch und Diskussionen und vor allem einem spannenden Einblick in die syrische Kultur!

Geflüchtete lernen Fußball-Legenden kennen

Am 04.09.2016 fand in Hamburg der „Tag der Legenden“ statt. Auch Normal ist die Vielfalt war zu Besuch und hat die Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung in die Welt der Fußball-Legenden eingeführt. Insgesamt 40 Schülerinnen und Schüler sowie deren Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter waren beim „Tag der Legenden“ zu Besuch. Das jährliche Event im Millerntor-Stadion, bei dem wichtige Größen der Fußballwelt gemeinsam spielen, kam bei allen gut an.

Wir bedanken uns bei Nestwerk e.V. für dieses tolle Event und die gesponserten Eintrittskarten.

 

Ausbildung in vollem Gange

Am 25.08. hat das vierte Ausbildungsmodul für Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter stattgefunden. Seit Juni läuft die Ausbildung von 15 ehrenamtlichen Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern, die sich für geflüchtete Schülerinnen und Schüler engagieren.

dsc03956Die Idee: Sie werden in interkulturellen Themen geschult, können dieses Wissen an die Geflüchteten weitergeben und sind so optimal auf ihre Rolle vorbereitet. Beim vierten Termin ging es um das Thema „typisch deutsch“. „Man bekommt noch einmal eine ganz andere Sicht auf seine eigene Kultur und Werte – das hilft, genau diese an die jungen Geflüchteten zu vermitteln“, so Lena Miksche, Lernbegleiterin an der  Staatlichen Gewerbeschule für Informations- und Elektrotechnik, Chemie – und Automatisierungstechnik. Die Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter helfen bei ganz alltäglichen Herausforderungen wie z.B. Praktikumsbewerbungen, aber eben auch bei kulturellen Fragen weiter. Viele der gelernten Workshopinhalte können sie außerdem direkt an die Jugendlichen weitergeben.

Wenn auch du dich ehrenamtlich im Rahmen des Projekts engagieren willst, schreib uns eine Nachricht!

 

Die Vielfalt feiern – Interkulturelles Sommerfest

 Normal ist die Vielfalt feiert den Sommer! Am 18.08. fand mit einer interkulturellen Gruppe von Geflüchteten, Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern sowie AFS Mitarbeitern ein Grillfest im Garten statt. Bei schönem Wetter und gutem Essen war die Laune gut und alle Beteiligten waren eifrig dabei sich kennen zu lernen und auszutauschen.afs_sommerfest-jpg

Ein großes Dankeschön gilt Florian Ringenberg von Endorphin Catering für die kostenlose Bereitstellung von Zelt, Garnituren und Grill.

Erfolgreicher Auftakt

Die Netzwerkstatt zur Interkulturellen Bildung in der Arbeit mit Geflüchteten

Zum Auftakt des AFS-Projektes Normal ist die Vielfalt fand am Samstag, 4. Juni 2016, die Netzwerkstatt zum Thema Interkulturelle Bildung in der Arbeit mit Geflüchteten statt. In der Stadtteilschule Horn diskutierten dabei über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen der Arbeit mit Geflüchteten Herausforderungen und Chancen der interkulturellen Arbeit speziell mit jungen Menschen mit Fluchthintergrund in Hamburg, die eine Ausbildung oder ein Studium anstreben.

In einer Diskussion in kleinen Gruppen nach Art eines World Café, angeleitet von Moderator Ulrich Zeutschel, wurde an sieben Thementischen über drei Runden diskutiert.

Die Expertinnen und Experten zeigten sich sehr zufrieden mit den Gesprächen und dem Erkenntnisgewinn durch die Veranstaltung und sprachen sich für eine Vertiefung und Verstetigung des Austauschs aus.

Zum ausführlichen Bericht der Veranstaltung geht es hier.